Schweine - Tiergesundheit

Stand: 07/06/2017
Ökologische Schweinehaltung - Vorgaben zur Tiergesundheit
Auszug aus der EU-Verordnung “Ökologischer Landbau” 889/2008

  • Vorbeugende Maßnahmen sowie Naturheilverfahren und Homöopathie haben Vorrang, sofern sie tatsächlich wirksam sind.
  • Für chemisch-synthetische allopathische Medikamente, Hormone und Antibiotika gilt:
  • im Notfall möglich
  • nicht vorbeugend, nicht als Leistungsförderer oder zur Zyklussteuerung
  • doppelte Wartezeiten; wenn keine Wartezeiten vorgegeben, dann 48 Stunden Wartezeit
  • tierische Produkte sind bei mehr als 3 Behandlungen ( = Behandlungsgängen) je Tier und Jahr erst nach Durchlaufen der Umstellungsfristen als ökologische Ware vermarktbar. Dies gilt nicht bei Impfungen und Parasitenbehandlung. Bei Tieren, die nicht älter als ein Jahr werden, ist maximal 1 Behandlung ohne nachfolgende Wiederumstellung erlaubt.
  • Impfungen sind nur zulässig, wenn Krankheiten auf dem Betrieb als Problem bekannt oder zu erwarten sind und wo sich Krankheiten nicht durch andere Managementmaßnahmen verhindern lassen. Gesetzlich vorgeschriebene Impfungen sind erlaubt.
  • Zugelassene Reinigungs- und Desinfektionsmittel:
    · Kali- und Natronseifen· Natürliche Pflanzenessenzen
    · Wasser und Dampf· Zitronen-, Peressig-, Ameisen-, Milch-,
    Oxal-, Essigsäure
    · Kalkmilch· Alkohol
    · Kalk· Formaldehyd
    · Branntkalk· Natriumkarbonat
    · Natriumhypochlorit· Phosphorsäure (für Melkausrüstungen)
    · Ätznatron· Salpetersäure (für Melkausrüstungen)
    · Ätzkali· Reinigungs- und Desinfektionsmittel für
    Zitzen und Melkgeräte
    · Wasserstoffperoxid
  • Zur Schädlingsbekämpfung in Stallungen und Haltungseinrichtungen sind zugelassen: Die in Anhang II der EU-VO aufgeführten Mittel (Pflanzenschutzmittel) und zusätzlich alle Rodentizide (Mittel zur Nagetierbekämpfung), letztere jedoch nur in Fallen.



Stand Januar 2014
Alle Angaben ohne Gewähr





Monika.Wallhaeuser@dlr.rlp.de     www.Oekolandbau.rlp.de drucken nach oben