Schafe & Ziegen - Herkunft

Stand: 07/06/2017
Ökologische Schaf- und Ziegenhaltung - Vorgaben zur Herkunft
Auszug aus den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und 889/2008


Die Tiere müssen in ökologischen Betrieben geboren und aufgezogen sein.
  • Zuchttiere können, wenn Öko-Tiere nicht verfügbar sind, in folgenden Fällen aus konventioneller Haltung stammen:
  1. Bei erstmaligem Bestandsaufbau: Lämmer und Zicklein direkt nach dem Absetzen und jünger als 60 Tage.
  2. Zur Bestandserneuerung: Weibliche Schafe/Ziegen, die bisher noch nicht gelammt haben ( = nullipar), jährlich bis 20 % des Bestandes an ausgewachsenen Schafen und Ziegen.
  3. Bei erheblicher Ausweitung des Bestandes,bei Rassenumstellung und bei Aufbau eines neuen Zweiges der Tierproduktion: Weibliche Schafe/Ziegen, die bisher noch nicht abgelammt haben ( = nullipar), jährlich -mit Ausnahmegenehmigung der Öko-Kontrollstelle- bis 40 % des Bestandes an ausgewachsenen Schafen/Ziegen.
  • Die Einstellung männlicher Zuchttiere aus nichtökologischer Tierhaltung ist ohne Ausnahmegenehmigung und ohne Obergrenze möglich. (Absprache mit Kontrollstelle!)
  • Sollen tierische Produkte als Erzeugnisse aus ökologischem Landbau vermarktet werden, so sind bei Schafen und Ziegen, die aus konventionellen Beständen stammen, folgende Fristen der richtliniengemäßen Haltung und Fütterung einzuhalten:
Schafe/Ziegen zur Fleischerzeugung:6 Monate
Milch von Schafen/Ziegen6 Monate


Stand Januar 2014
Alle Angaben ohne Gewähr





Monika.Wallhaeuser@dlr.rlp.de     www.Oekolandbau.rlp.de drucken nach oben