Schafe & Ziegen - Tiergesundheit

Stand: 07/06/2017
Ökologische Schaf- und Ziegenhaltung - Tiergesundheit
Auszug aus den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und 889/2008

  • Vorbeugende Maßnahmen sowie Naturheilverfahren und Homöopathie haben Vorrang, sofern sie tatsächlich wirksam sind.
  • Für chemisch-synthetische allopathische Medikamente, Hormone und Antibiotika gilt:
  • im Notfall möglich
  • nicht vorbeugend, nicht als Leistungsförderer oder zur Zyklussteuerung
  • doppelte Wartezeiten
  • wenn keine Wartezeiten vorgegeben, dann 48 Stunden Wartezeit
  • tierische Produkte sind bei mehr als 3 Behandlungen ( = Behandlungsgängen) je Tier und Jahr erst nach Durchlaufen der Umstellungsfristen als ökologische Ware vermarktbar. Dies gilt nicht bei Impfungen und Parasitenbehandlung. Bei Tieren, die nicht älter als ein Jahr werden, ist maximal 1 Behandlung ohne nachfolgende Wiederumstellung erlaubt.
  • Impfungen sind nur zulässig, wenn Krankheiten auf dem Betrieb als Problem bekannt oder zu erwarten sind und wo sich Krankheiten nicht durch andere Managementmaßnahmen verhindern lassen. Gesetzlich vorgeschriebene Impfungen sind erlaubt.
  • zugelassene Reinigungs- und Desinfektionsmittel
    Kali- und Natronseifennatürliche Pflanzenessenzen
    Wasser und DampfZitronensäure, Peressigsäure, Ameisensäure, Milchsäure, Oxalsäure, Essigsäure
    KalkmilchAlkohol
    KalkFormaldehyd
    BranntkalkNatriumkarbonat
    NatriumhypochloritPhosphorsäure (für Melkausrüstungen)
    ÄtznatronSalpetersäure (für Melkausrüstungen)
    ÄtzkaliReinigungs- und Desinfektionsmittel für Zitzen und Melkgeräte
    Wasserstoffperoxid
  • Zur Schädlingsbekämpfung in Stallungen und Haltungseinrichtungen dürfen verwendet werden: Die für den Öko - Pflanzenbau erlaubten Insektizide gemäß den Verwendungsvorschriften und zusätzlich - nur in Fallen - alle handelsüblichen Rodentizide (= Mittel zur Nagetierbekämpfung).


Stand Januar 2014
Alle Angaben ohne Gewähr





Monika.Wallhaeuser@dlr.rlp.de     www.Oekolandbau.rlp.de drucken nach oben