Flurbereinigung - Wie ist mit Öko-Flächen umzugehen?

Stand: 07/04/2017
Ökologische Betriebe nehmen mit Ihren Flächen ebenso an Flurneuordnungsverfahren teil wie konventionelle Betriebe. Das ein Betrieb ökologisch wirtschaftet, schließt ihn also nicht von der Teilnehmergemeinschaft eines solchen Verfahren aus. Das Problem bei Öko-Betrieben liegt jedoch darin, dass die Integration neuer Flächen in den Betrieb bzw. die Kompensation abgehender Flächen wesentlich schwieriger ist. Dies gilt insbesondere in Gemischtbetrieben mit Tierhaltung, wo es zudem um die Sicherung der Futterbasis geht. Gehen Öko-Betrieben durch eine Flurneuordnung konventionelle Flächen zu und ökologisch bewirtschaftete Flächen verloren, so entsteht dem Betrieb eindeutig ein wirtschaftlicher Nachteil. Dieser wiegt in der Regel auch erheblich schwerer als die der meisten anderen Teilnehmer der Gemeinschaft, so dass er entsprechend entschädigt werden muss (§51 Flurbereinigungsgesetz). In dem genannten Beispiel müssten die konventionellen Flächen bspw. eine 2 - jährige Umstellungszeit durchlaufen, was konkret den Verlust zweier Ernten anerkannt ökologischer Ware bedeutet. Evtl. kann dieser Zeitraum jedoch auch reduziert werden, wenn in Teilen des Flurbereinigungsgebiets eine vorläufige Besitzeinweisung erfolgt und ein Öko-Betrieb dort Flächen erhält. In jedem Fall ist es empfehlenswert, der für die Neuordnung zuständigen Behörde möglichst frühzeitig mitzuteilen, dass man ein Öko-Betrieb ist, damit diese die Belange des Betriebes für das Verfahren berücksichtigen kann. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter:

http://www.add.rlp.de/Landwirtschaft,-Weinbau,-Wirtschaftsrecht/Laendliche-Entwicklung/Laendliche-Bodenordnung/





Christian.Cypzirsch@dlr.rlp.de     www.Oekolandbau.rlp.de drucken nach oben