Buchweizen

Der Buchweizen ist botanisch gesehen ein Knöterichgewächs (verwandt zum Beispiel mit dem Rhabarber).Trotzdem wird er meistens zu den Getreidearten gezählt, da die Inhaltsstoffe und Verwendungsmöglichkeiten mit denen von Getreide vergleichbar sind. Die Früchte ähneln den Bucheckern, woher die Pflanze wahrscheinlich auch ihren deutschen Namen hat.

Frühere Namen wie Tatartenkorn oder Heidekorn deuten auf die Herkunft und Standortansprüche der Pflanze: sie stammt wie viele Getreidearten aus der südrussischen Steppe und war in Rußland und den slawischen Ländern von jeher Volkskost. Im 15. Jahrhundert wurde der Buchweizen in Deutschland bekannt .
Da er besonders auch auf schlechten und sandigen Böden gedeiht, galt er hierzulande als “Arme-Leute-Getreide”.

Die Erträge sind bescheiden und durch Düngung nicht zu steigern, deshalb ist der Buchweizen auf unseren Äckern selten geworden. Anbaugebiete sind heute außer in China, Japan, Nord- und Südamerika auch gebirgige Regionen, Geest- und Heidelandschaften oder sonstige Standorte mit schlechten Böden in Polen, Frankreich, den Niederlanden, Österreich sowie Nord- und Süddeutschland.

In den Handel gelangt Buchweizen als geschältes, ganzes Korn, als Grütze, als Mehl oder als Flocken.

Buchweizen hat einen kräftigen und leicht aber angenehm bitteren Geschmack. Man verwendet ihn wie die anderen Getreidearten z.B. für Klöße, für Grütze, für Pfannkuchen (“Blini”), für Gebäck oder für Aufläufe. Da er kein Klebereiweiß (Gluten) enthält, muß man Buchweizenmehl für die Verwendung in Backwaren mit glutenreichem Mehl (Dinkel, Weizen) mischen.

Der ernährungsphysiologische Wert des Buchweizens liegt wie bei den anderen Getreidearten im hohen Gehalt an komplexen Kohlenhydraten (Stärke, Ballaststoffe) bei gleichzeitig geringem Fettanteil. Von Bedeutung ist außerdem der relativ hohe Gehalt an einigen Mineralstoffen (z.B. Eisen, Magnesium, Mangan, Kupfer) und Vitaminen (insb. B-Vitamine).

Eine Besonderheit des Buchweizens ist sein im Vergleich zu den echten Getreidearten hoher Lysingehalt. Dadurch hat das Buchweizeneiweiß eine recht hohe Biologische Wertigkeit.
Da er kein Gluten enthält, eignet sich der Buchweizen als Ersatz für die Brotgetreidearten bei Patienten mit Zöliakie - einer Erkrankung bei der die Betroffenen durch das Eiweiß aus Weizen, Dinkel, Gerste, Hafer und Roggen schwere Gesundheitsschäden erleiden.





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